06.09.2019

Frohe Begegnung mit einem indischen Pater

3. Etappe auf den Spuren des Heiligen Martin


Fotos: privat (zum Vergrößern bitte anklicken)

Es waren diesmal nur 15 Kilometer Wegstrecke, die die Pilgergruppe von St. Jakobus im Ökumenischen Gemeindezentrum Kranichstein von Ober-Ingelheim nach Bingen führte. Aber am Ende war man froh, dass diese Strecke nicht länger war. Das Wetter am Samstag, 31. August, zeigte sich von seiner besten Seite. Es war sonnig und warm, sehr warm sogar. Zunächst ging es über durch Obst- und Weinanbau geprägten Wiesen bis nach Gaulsheim und von dort am Rhein entlang nach Bingen. Die Wegstrecke verlief  im flachen und offenen Gelände ohne jede Anstiege. Das hieß aber auch: wenig Schatten. Selbst die Mittagsrast musste verlegt werden, sonst wäre die Butter auf dem Brot geschmolzen.

Treffpunkt der 21 Teilnehmerinnen und Teilnehmer war das Ökumenische Gemeindezentrum zur Bildung von Fahrgemeinschaften. Den Pilgersegen gab es in der Burgkirche von Ober-Ingelheim. Unter fachkundiger Führung von Küster Hans Olt erfuhr man etwas über die besonders gut erhaltene mittelalterliche Kirchenburganlage mit ihrem romanischen Kirchturm. Auf dem verwunschenen Kirchhof rund um die Kirche sind noch viele Gräber aus dem 19. Jahrhundert erhalten. Seit 2012 wird der Kirchhof wieder als Friedhof  für naturnahe Urnenbestattungen genutzt. Er ist allerdings nur den evangelischen Gemeindemitgliedern vorbehalten.

Nächste Station war nach rund 8 Kilometern und der Mittagsrast die Kräuterkirche in Gaulsheim. Jan Friedrichs machte mit dem Gotteshaus bekannt. Eine Besonderheit sind dort die Deckenbemalungen  mit Kräutern aus sogenannten Würzwischs (Kräuterbüschel), die in der katholischen Kirche an Mariä Himmelfahrt gesegnet werden, enthalten sind. Das Kühlen der Füße im Wasser eines nahegelegenen Brunnens war eine willkommene Abkühlung.

Die letzten beiden Kilometer führten über die anlässlich einer Landesgartenschau angelegte Rheinpromenade nach Bingen. Hier besuchte man den Abendgottesdienst in der Basilika St. Martin, wo Pfarrer Markus Lerchl die Gäster aus Darmstadt sehr herzlich begrüßte.

Feste Bestandteile einer jeden Pilgeretappe sind die geistlichen Impulse zum Innehalten und ein Stück des Weges, das schweigend gegangen wird.

Den Abschluss des Tages bildete diesmal der Weinmarkt in Bingen, wo man sich stärken und ein Glas Wein genießen konnte. Auch die Kirche hatte einen Weinstand zum Niederlassen. Zu der Pilgergruppe setzte sich Pater Febis Francis, ein Karmeliter aus Indien, mit dem eine nette Unterhaltung zustande kam. Er wurde spontan von der Gruppe zur nächsten Etappe am 12. Oktober eingeladen.

Wolfgang Lich


 



 

Kath. Kirchengemeinde St. Jakobus