18.03.2019

Begegnung mit dem heiligen Martin

Pilgergruppe von St. Jakobus startete zur ersten Etappe


Foto: P. Koppenhöfer (zum Vergrößern bitte anklicken)

Eine Sorge der Pilgerinnen und Pilger von St. Jakobus im Ökumenischen Gemeindezentrum Kranichstein war unbegründet: Die erste Tagesetappe im Jahr 2019 blieb trocken, obwohl es  in den Tagen zuvor doch sehr regnerisch und nass war. Am 16. März machten sich 37 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit der Bahn auf den Weg nach Mainz, um von dort eine kleine Strecke des großen internationalen Martinsweges von Ungarn nach Frankreich zu gehen. Und so war es folgerichtig, mit einer Besichtigung des Martinsdoms zu beginnen.

Gregor Christgen, Mitarbeiter der Dombauhütte, begrüßte die Gruppe aus Darmstadt. Mit ihm konnte man den Dom erkunden. Er zeigte verschiedene Martinsdarstellungen, von denen es im und vor dem Dom eine ganze Anzahl gibt. Die Führung endete in der Ostkrypta, einem normal nicht zugänglichen Bereich. Dort fand auch der Pilgersegen statt, mit dem normalerweise in St. Jakobus im ÖGZ begonnen wird. Pastoralreferentin Sonja Knapp begleitete die Pilgergruppe      und sprach in einer Einführung über den Sinn, auf den Spuren des heiligen Martin zu wandeln und gab einen Einblick in das Leben von St. Martin, den Patron der Solidarität. Sonja Knapp hat auch die Texte und Impulse verfasst, die im Laufe des Tages vorgetragen wurden.

Nächste Station war die Kirche St. Stephan mit einem kurzen Stopp. Hier konnte man die weltberühmten Chagall-Fenster auf sich wirken lassen. Die rund 14 Kilometer lange Tagesetappe führte zu einem großen Teil durch die Stadt und ihre Vororte. Das hatte den Reiz einiger interessanter Besichtigungen. Nach der Mittagsrast aus dem Rucksack im Freien im Hartenbergpark  bei trockenem, aber etwas kühlen Wetter ging der Weg weiter nach Gonsenheim. In der dortigen Kirche St. Stephan, von den Einwohnern liebevoll "Gonsenheimer Dom" oder "Rheinhessendom" genannt, empfing Pfarrer Hans-Peter Weindorf die Pilgergruppe. Er lud zunächst zu einem Rundgang durch die Kirche ein und bat darum, dass alle ihren Platz selbst finden sollten. Dann stellte er in sehr erfrischender Weise die Kirche und die soziale Arbeit vor Ort vor. Besonders betonte er die gute ökumenische Zusammenarbeit der Gonsenheimer Gemeinden und die Tatsache, dass alle von der Kirche verantworteten sozialen Projekte ökumenisch getragen sind. Auch in St. Stephan gibt es eine Martinsdarstellung. Sie steht im Eingangsbereich und zeigt Martin hoch zu Ross.

Auf dem Weg zum Ziel in Budenheim pilgerte man, wie das zur Tradition geworden ist, von der 14-Nothelfer-Kapelle zur Wendelinuskapelle schweigend. Die Dreifaltigkeitskirche im Zielort war dann letzte Station. Dann waren alle gespannt auf den Gasthof "Zum Goldenen Ritter", wo das Abendessen eingenommen wurde.

Zum Abschluss stieß Harald Sieben aus Budenheim, Gemeindereferent im Zaybachtal, zu der Gruppe. Er ist einigen aus Kranichstein noch von den Bergexerzitien in den Chiemgauer Alpen bekannt.

Der Tag, der von Steffen und Judith Neuenfeld bis ins Detail großartig vorbereitet wurde, endete dann doch noch mit einer Schrecksekunde. Vom Bahnhof sollte die Rückfahrt über Mainz nach Darmstadt erfolgen. Dort zeigte eine Leuchtschrift an "Der Zug nach Mainz fällt heute aus - wir bitten um ihr Verständnis". Was nun? Gott sei Dank war eine Mitpilgerin gut vorbereitet und hatte die Busfahrzeiten in der Tasche. So konnte man in den nächsten Bus steigen und ganz entspannt noch den Zug nach Darmstadt erreichen.

Wolfgang Lich

 

 


 



 

Kath. Kirchengemeinde St. Jakobus