13.08.2018

Pilgern von Kloster zu Kloster

34 Personen aus dem ÖGZ unterwegs


Fotos: K.E. Brück, W. Schenk (zum Vergrößern bitte anklicken)

Es war wieder einmal ideales Pilgerwetter: um die 20 Grad mit kleinen Sommerwölkchen und einem leichten Wind. Erst am späteren Nachmittag stieg die Temperatur etwas an, als man durch die Weinberge zur Abtei St. Hildegard bei Eibingen wanderte.

34 Pilgerinnen und Pilger von St. Jakobus im Ökumenischen Gemeindezentrum  machten sich am Samstag, 11. August, auf die zweite Etappe auf dem Klostersteig im Rheingau. Start war am Schloss Johannisberg, wohin mit privaten PKWs gereist wurde. Die Fahrer bzw. Fahrerin brachten ihre Autos sofort an den Endpunkt zur Abtei St. Hildegard und kehrten mit zwei Taxis zurück. Somit war eine schnelle Rückreise nach Kranichstein am Abend garantiert. Die Wartezeit wurde mit einem kleinen Rundgang oder dem Besuch der dortigen Basilika überbrückt. Leider öffnete der Weinstand neben der Kirche erst um 11 Uhr, so dass sich Gedanken an einen frischen und kühlen Schoppen erübrigten. Schloss Johannisberg ist übrigens das erste Riesling-Weingut der Welt.

Mit der Zielvorgabe, um 12 Uhr im Kloster Marienthal zu sein, ging es zunächst durch herrliche Weinberge und dann durch lichte Wäldchen bergab und auch wieder bergauf. In der Hauskapelle des Franziskanerklosters konnte man am Mittagsgebet der Mönche teilnehmen und danach eine ausgiebige Mittagsrast unter Schatten spendenden Bäumen auf dem Klostergelände einlegen. Pater Rainer, einer der zehn Mönche, stand der Kranichsteiner Pilgergruppe für Fragen über den bekannten Wallfahrtsort zur Verfügung. So erfuhr man, dass das Gelände der Dr. Oetker-Gruppe (wie auch das Schloss Johannisberg mit seinem Weingut) gehört, das Kloster dem Bistum Limburg und die Patres sich selbst versorgen und den Wallfahrtsbetrieb unterhalten.

Nach einem Impuls ging es steil in die Höhe zur Kettelerkapelle (Schweigeimpuls), danach auf überwiegend schattigen Wegen schweigend bis zum Offermannsteich, wo das Pilgerlied gesungen wurde. Nächste Station war das Kloster Nothgottes, das eine wechselvolle Geschichte hinter sich hat. Seit 2013/2014 leben dort vietnamesische Zisterziensermönche mit Unterstützung des Bistums Limburg. Es sind dies die ersten in der Region, seit der Säkularisation im Jahre 1803, als die Zisterzienserabtei im Kloster Eberbach geschlossen wurde.

Das letzte Stück der knapp 11 Kilometer langen Strecke zeigte sich kurz vor dem Endpunkt St. Hildegard als eine kleine Herausforderung, da die Sonne beim Aufstieg zwischen den Weinbergen nochmals ihre volle Kraft entfaltete. 

Mit einem Abschlussimpuls auf der Skulpturenwiese unterhalb der Abtei, wo die dritte und letzte Etappe am 22. September beginnt, endete ein wunderschöner Pilgertag, den die Gruppe nach Rückkehr in Kranichstein mit einem gemeinsamen Abendessen ausklingen ließ.

Wolfgang Lich


 



 

Kath. Kirchengemeinde St. Jakobus