24.10.2017

Nach Griechenland und Malta

Pilgern hat im ÖGZ Tradition


Fotos: U. Wagner (zum Vergrößern bitte anklicken)

Bereits vor zwei Jahren wandelte eine Gruppe unserer Kirchengemeinde  auf den Spuren des hl. Apostels Paulus in der Türkei. Die Pilgergruppe war von dieser Pilgerreise so begeistert, dass der Wunsch bestand auch den Spuren des hl. Apostels Paulus in Griechenland und auf Malta zu folgen.

Nach vielfältiger Vorbereitung starteten 28 Personen mit einigen Mitgliedern anderer Gemeinden, darunter Pfarrer Kai Hüsemann aus Eberstadt, am 11. September per Flug nach Thessaloniki. Von dort ging es mit dem Bus direkt zum Hotel am Golf der Ägäis. Herrliche Temperaturen von rund 30 Grad waren eine tolle Einladung für die kommenden Tage der Pilger- und Kulturreise. Erste Stätten waren die Gemeinden des Apostels Paulus auf europäischem Boden, Philippi, wo er seine erste Predigt in Europa hielt und Thessaloniki.  Dort wurde ein Gottesdienst in der katholischen Kirche gefeiert – etwas Besonderes in einem ganz überwiegend orthodox geprägten Land.

Auf der Fahrt wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer immer wieder mit Religion, Kultur und Kunst konfrontiert. Besondere Orte waren das Taufbecken der hl. Lydia in Kavala, des ersten in Europa christlich getauften Menschen. In Veria galt u.a. dem Paulus-Denkmal und der römischen Agora die besondere Aufmerksamkeit. Und in Verginia bestaunte die Darmstädter Gruppe den berühmtesten archäologischen Fund Nordgriechenlands, die Königsgräber. Hier ist auch König Philipp II., Vater Alexander des Großen, bestattet.

Die Pilgerreise führte dann weiter nach Kalambaka, der imposanten Felslandschaft von Meteora. Auf den Felstürmen errichteten Mönche in der byzantinischen Zeit Klöster, von denen heute noch sechs bewirtschaftet werden. Hier besichtigte man zwei davon und obwohl der Bus auf einer recht kurvenreichen Strecke bis fast zu den Eingängen  fuhr, mussten zu einem der Klöster noch über 200 Stufen bewältigt werden, um die wunderbaren Wandmalereien, Reliquien und Ikonen von unschätzbarem Wert zu bestaunen.

Man könnte in diesem Bericht noch eine ganze Menge von besuchten Städten und interessanten Orten erwähnen, wie zum Beispiel Delphi, den damaligen Nabel der Welt mit seiner Orakelstätte des Lichtgottes Apollon - es würde den Rahmen sprengen. Aber erwähnt sei, dass man am Sonntag keine katholische Kirche fand und deshalb den Konferenzsaal des Hotels für den Sonntagsgottesdienst nutzte. Und eine Weinprobe, bei der sowohl die Qualität als auch die Quantität nicht den Vorstellungen der Besucher entsprach.

Zu den Höhepunkten in Griechenland gehörten natürlich die Hauptstadt Athen und das malerische Kap Sounion  mit dem Poseidontempel. Dann folgte der Weiterflug nach Malta. Einer der dortigen Höhepunkte war die Fahrt zur Paulus-Bucht, wo der Apostel der Legende nach zum ersten Mal maltesischen Festlandsboden betreten hat und mit einem gecharterten Schiff zu der der Küste vorgelagerten Paulusinsel, vor der der Apostel Schiffbruch erlitt. Die Darmstädter Pilgergruppe genoss die Stille, das Rauschen des Meeres und irgendwie war jeder bewegt, diese Stelle in Augenschein nehmen zu können. Die Insel Malta ist für die Verehrung des Apostels Paulus bekannt, die ebenfalls besuchte Stadt Rabat wohl die wichtigste. Viele Plätze, Orte und Kirchen tragen seinen Namen. Der letzte Tag auf Malta galt der Hauptstadt Valletta mit seinen vielen Sehenswürdigkeiten und dem atemberaubenden Panorama über den Grand Harbour.
       

Die 12 tägige Flugreise war für alle ein unbeschreiblich schönes Erlebnis. Sie verging im wahrsten Sinne des Wortes "wie im Flug", auch wenn sich der Abflug nach Hause um fast zwei Stunden verzögerte und man am 22. September erst gegen 23 Uhr das Ökumenische Gemeindezentrum in Kranichstein wieder erreichte.

 Ulrich Wagner

 

 

 


 



 

Kath. Kirchengemeinde St. Jakobus