27.02.2014

Ökumenische Fastnachtsliturgie 2014


Foto: Wolfgang Lich (zum Vergrößern bitte anklicken)

Eröffnungsverse

kath. Pfarrer (KP)

Am Fastnachtssonntag feiern wir
auch wieder in der Kirche hier.

Pastoralreferentin (PR)

Das ist seit vielen Jahren schon
gut Kranichsteiner Tradition.

ev. Pfarrer (EP)

Der Glaube wird heut' so verkündet,
dass er sich mit Humor verbündet.

PR

Das Bild der Eule schaut euch an:
Nun ist die Narrenweisheit dran.

EP

Die Eule - man bedenk' es wohl -
ist für die Weisheit das Symbol.

PR

So mag es euch nicht irritieren:
Heut' soll sie hier den Ambo zieren.

KP

Lasst uns der Weisheit Ehre bringen
und Eulenweisheit nun besingen.

Introitus

Lied von der Eulenweisheit
Mel. "Es war einmal ein treuer Husar"

Gemeinde und "Närrische Schola":

Lasst uns die Zeit / im Glauben besteh'n
und treu die Wege / des Glaubens geh'n.
Die Weisheit führt / uns immerfort.
Die Weisheit liegt / in Gottes Wort.
Die Weisheit führt / uns immerfort.
Die Weisheit liegt / in Gottes Wort.

Die Weisheit lehrt / uns immer Humor.
Willst du 's nicht sehen / bleibst du ein Tor.
Im Dunkel Licht / sieht wer 's bedacht.
Die Eulen se / hen auch in der Nacht.
Im Dunkel Licht / sieht wer 's bedacht.
Die Eulen se / hen in der Nacht.

1. Verkündigung: Vom Pilgern

KP

Es ist ein alter frommer Brauch -

PR

In Kranichstein kennt man ihn auch -

EP

als Pilger unterwegs zu sein
im Regen und im Sonnenschein.

PR

So mancher strebt bei Wind und Wetter
zum St. Jakobus-Namensvetter,
und mutig und auch etwas keck
sagt er nur: Ich bin dann mal weg.

EP

Man zieht zu manchem Heiligtum,
es herrscht ein wahrer Pilgerboom.

KP

Und neuerdings hört man sehr viel
von einer Bischofsstadt als Ziel.

PR

Die Massen pilgern momentan
zum Dom ganz hoch über der Lahn.

EP

Da baute Seine Exzellenz
sich eine tolle Residenz

KP

nach einem wohl bedachten Plan.
Der Pilger staunt, wenn er es sieht
und singt dazu dann ganz spontan
ein altbekanntes Pilgerlied:

Zwischengesang: Lied vom Bezahlen
Mel. "Wer soll das bezahlen"

Gemeinde und "Närrische Schola":

Wer soll das bezahlen, wer hat das bestellt,
wer hat so viel Pinkepinke, wer hat so viel Geld? (2x)

PR

Ja, wenn die Kosten explodieren,
dass einem dabei schwind'lig wird,
dann kann es auch noch leicht passieren,
dass man sich in der Wahrheit irrt.

KP

Da hat im Flugzeug man gesessen,
flog hoch ins Blaue wunderbar
und hat beim Landen glatt vergessen,
dass man in erster Klasse war.

EP

Wohl dem, der in Demut mal in sich geht
und liest, was im Brief des Jakobus steht:

Aus dem Jakobusbrief (Jak 3,13.14.)

Wer von euch ist weise und verständig? Er soll in weiser Bescheidenheit die Taten eines rechtschaffenen Lebens vorweisen. Wenn aber euer Herz voll ist von Ehrgeiz, dann prahlt nicht und verfälscht nicht die Wahrheit.

1. Responsorium: Lied von Treu und Redlichkeit
Mel. "Üb' immer Treu und Redlichkeit"

Gemeinde und "Närrische Schola":

Üb' immer Treu und Redlichkeit
bis an dein kühles Grab
und weiche keinen Finger breit
von Gottes Wegen ab.

Dann wird die Sichel und der Pflug
in deiner Hand so leicht.
Dann singest du beim Wasserkrug
als wär' dir Wein gereicht.

Dann wirst du wie auf grünen Au'n
durchs Pilgerleben geh'n.
Dann kanst du ohne Furcht und Grau'n
dem Tod ins Auge seh'n.

Drum übe Treu und Redlichkeit
bis an dein kühles Grab.
und weiche keinen Finger breit
von Gottes Wegen ab.

2. Verkündigung: Vom Bauen

KP

Der Mensch schickt sich schon immer an,
die Erde zu bebauen.

EP

Es ist gewaltig, was er kann,
baut er mit Gottvertrauen.

PR

Doch baut er nur auf eig'ne Kraft,
dann gilt die alte Fabel:
Das Werk, das er sich dann erschafft,
ist wie der Turm zu Babel.

EP

So ist das in unserer Hauptstadt seit Jahren,
wie man da verfährt, ist es heillos verfahren.
Es heißt für die Flieger nur warten und warten,
Die Flugzeuge können nicht landen, nicht starten.

KP

Da tritt man zurück und tritt wieder hervor.

PR

Da schießen die Kosten schier endlos empor.

EP

Da werden Termine gemacht und verschoben.

KP

Wer baut, baut umsonst ohne Segen von oben.
Wie schreibt in den Psalmen der Hagiograph?
Der Herr gibt es gnädig den Seinen im Schlaf!

PR

Aus dem Psalm 127

Wenn nicht der Herr das Haus baut, müht sich jeder umsonst, der daran baut.
Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und euch spät erst niedersetzt, 
um das Brot der Mühsal zu essen,
denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf.

2. Responsorium: Lied vom Bauen
Mel. "Trink, trink, Brüderlein trink"

Gemeinde und "Närrische Schola":

Bau, bau, bau und vertrau'
dass dich ein starker Arm hält.
Schau, schau, schau ganz genau:
Wie geht es zu auf der Welt?
Meide die Macher und meide die Macht,
die uns so gerne verführ'n
traue dem Herrgott, es wär' doch gelacht,
dann können wir nie verlier'n. (2x)

3. Verkündigung: Vom wahren Reichtum

EP

Es ist in den heiligen Schriften zu lesen,
dass Petrus ein einfacher Fischer gewesen.

KP

Die Nachfolger haben Karriere gemacht
und haben 's zu fürstlichem Reichtum gebracht.

PR

Die Macht ist verfallen, der Glanz reduziert,
doch 's gibt noch zu viel, was da glänzt und brilliert.

EP

Und plötzlich, da gehen sie anders, die Uhren,
da geht einer in franziskanischen Spuren.

KP

In feine Gemächer, da zieht er nicht ein.
Er möchte bei and'ren im Gästehaus sein.

PR

Von Prunk oder Reichtum, da hält er nicht viel
und macht aus dem Papa- ein Goggomobil.

EP

Beachtenswert, was da aus Rom so ertönt,
sind wir doch all' sehr an den Wohlstand gewöhnt.

KP

Wohl dem, der sein Herz an den Wohlstand nicht hängt
und weise die biblischen Worte bedenkt:

PR

Aus dem Matthäusevangelium (Mt 6,19.20.)

Sammelt euch nicht Schätze hier auf der Erde, wo Motte und Wurm sie zerstören und wo Diebe einbrechen und sie stehlen, sondern sammelt euch Schätze im Himmel, wo weder Motte noch Wurm sie zerstören und keine Diebe einbrechen und sie stehlen. Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.

3. Responsorium: Lied vom Schatz im Himmel
Mel. "Gold und Silber lieb ich sehr"

Gemeinde und "Närrische Schola":

Gold und Silber liebt man sehr,
jeder kann 's gebrauchen.
Mancher möcht' ein ganzes Meer,
sich darein zu tauchen.
Doch bevor ich untergeh'
in der Welt Gewimmel,
bleib ich fröhlich und ich seh'
nach dem Schatz im Himmel,
bleib ich fröhlich und ich seh'
nach dem Schatz im Himmel.

Gold und Silber können sehr
wohl die Diebe rauben.
Doch kein Dieb wird nimmermehr
rauben meinen Glauben.
Weder Wurm noch Motte kann
diesen Schatz zerstören,
und im Herzen wird er dann
ewig mir gehören,
und im Herzen wird er dann
ewig mir gehören.

4. Verkündigung: Vom vorenthaltenen Lohn

KP

Man kämpfte bei Olympia 
um Bronze, Silber, Gold.
Es wurde all den Sportlern
ein großes Lob gezollt.

EP

Stolz sehen nur die Sieger
auf ihrem höchsten Thron
und tragen die Medaillen
als den verdienten Lohn.

PR

Doch manchem, der geschuftet
und alles aufgebaut,
passiert 's, dass er trotz Schuften
nun in die Röhre schaut.

KP

Denn man hat vorenthalten
den Arbeitern den Lohn.
Trotz all dem Glanz der Spiele
ist das ein bitt'rer Hohn.

Aus dem Jakobusbrief (Jak 5,1 ff.)

Ihr aber, ihr Mächtigen, weint nur und klagt über das Elend, das euch treffen wird. Der Lohn der Arbeiter, der Lohn, den ihr ihnen vorenthalten habt, der schreit zum Himmel.

4. Responsorium: Lied von den Betrogenen
Mel. "Mariechen saß weinend im Garten"

Gemeinde und "Närrische Schola":

So singen wir weinend und klagend
für jene, die man sehr betrog.
Man hatte den Lohn wohl versprochen
und log, dass der Balken sich bog.
Man denkt nur an Sieg und Medaillen
und sieht nur, die stehen im Licht,
die anderen stehen im Dunkel,
und die sieht man wieder mal nicht.
Man denkt nur an Sieg und Medaillen
und sieht nur, die stehen im Licht,
die anderen stehen im Dunkel, 
und die sieht man wieder mal nicht.

5. Verkündigung: von denen, die sein wollen wie Gott

EP

Im Paradies wär 's wunderbar,
gäb' es dort nicht die Schlange.
Sie bringt den Menschen in Gefahr,
und macht uns Angst und bange.

PR

Sie lockt und lädt uns hin zu Baume
der Erkenntnis ein,
verführt uns zu dem schlimmen Traume
so wie Gott zu sein.

KP

Gott ist 's, der alles sieht und hört,
und ihm nur steht das zu.
Die Schlange, die uns so betört,
sagt: Mensch, das darfst auch du.

EP

Hör' jeden ab, wenn du es willst,
bei jedem Telefon.
Auch wenn du die Privatheit killst -
nicht schlimm, was macht das schon?

PR

Wer so Allwissenheit begehrt
als ein verführtes Wesen,
für den wär 's wahrlich nicht verkehrt,
die Bibel mal zu lesen:

KP

Aus dem 1. Buch Mose (Gen 3)

Die Schlange war schlauer als alle. Sie sagte: Sobald ihr vom Baum der Erkenntnis esst, der als Frucht Allwissenheit trägt, werdet ihr sein wie Gott, weil ihr dann alles erkennt und wisst. Adam und Eva aßen von dem Baum. Da gingen ihnen die Augen auf und sie erkannten, dass sie nackt waren.

5. Responsorium: Lied von den Horchern
Mel. "Horch, was kommt von draußen rein"

Gemeinde und  "Närrische Schola":

Horch in jedes Handy rein, holahi, holaho,
's darf auch das von Kanzlern sein, holahiaho.
Es ist alles ja erlaubt, holahi, holaho,
selber schuld, wer das nicht glaubt, holahiaho.

Den, der alle so abhört, holahi, holaho,
hat die Schlange wohl betört, holahiaho.
Wie beim Horcher an der Wand, holahi, holaho,
Abhör'n, das ist eine Schand, holahiaho.

6. Verkündigung: Von den kleinen Sünderlein

KP

So manchmal kann uns fromme Christen
der Teufel ganz schön überlisten.

EP

Wir achten brav des Herren Weisung
und meiden jegliche Entgleisung.

PR

Wir fühlen uns mehr oder minder
als ganz passable Gotteskinder,
die vorzugsweise auch deswegen
mit ihresgleichen Umgang pflegen.

KP

Und dabei rutschen wir dann näher
ganz sacht in Richtung Pharisäer.

EP

Wir wollen schön auf Abstand bleiben
zu denen, die es sündig treiben.

PR

Lasst uns mal in der Bibel lesen,
wie es bei Jesus einst gewesen:

KP

Aus dem Matthäusevangelium (Mt 9,9-13)

Als Jesus weiter ging, sah er einen Mann names Matthäus am Zoll sitzen und sagte zu ihm: Folge mir nach! Da stand Matthäus auf und folgte ihm. Und als Jesus in seinem Haus beim Essen war, kamen viele Zöllner und Sünder und aßen zusammen mit Jesus und seinen Jüngern. Als die Pharisäer das sahen, sagten sie zu den Jüngern: Wie kann euer Meister zusammen mit Zöllnern und Sündern essen? Jesus hörte es und sagte: Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. Ich bin gerade dazu gekommen, die Sünder zu rufen, nicht die, die sich für die Gerechten halten.

6. Responsorium: Lied von den Sünderlein
Mel. "Wir sind alle kleine Sünderlein"

Gemeinde und "Närrische Schola":

Wir sind alle kleine Sünderlein,
's war immer so, 's war immer so.
Der Herrgott wird es uns bestimmt verzeih'n,
's war immer, immer so.
Denn warum sollten wir auf Erden
schon lauter kleine Englein werden?
Wir sind alle kleine Sünderlein,
's war immer so, 's war immer so.
Der Herrgott wird es uns bestimmt verzeih'n,
's war immer, immer so.

7. Verkündigung: Von schwarzen Schafen und Hirten

KP

Es war für uns in Kranichstein
ein nicht ganz leichtes Jahr.
Wie sollte es in Zukunft sein?
Das schien nicht mehr so klar.
Ist wirklich bald kein Pfarrer mehr
für St. Jakobus da?
Der Streit mit Mainz ging hin und her
und ging uns ziemlich nah'.
So schrieb man dem Herrn Kardinal
und fragte, was er meine.
Die Antwort, die war kein Signal,
denn Antwort gab es keine.
Doch hat dann noch zu uns'rem Glück
auch OB Partsch geschrieben.
Der Kardinal schrieb prompt zurück - 
so geht das, meine Lieben.
Nun, Ende gut dann alles gut,
will uns das Sprichwort sagen,
und über das Ergebnis tut
bei uns auch niemand klagen.
Doch es gilt immerfort
das weise Bibelwort:

Aus der Apostelgeschichte (Apg 20,28)

Gebt Acht auf euch und auf die ganze Herde, in der euch der Heilige Geist zu Bischöfen bestellt hat, damit ihr als Hirten für die Kirche Gottes sorgt.

7. Responsorium: Lied von schwarzen Schafen und Hirten
Mel. "Wir kommen alle, alle in den Himmel"

Gemeinde und "Närrische Schola":

Wir machen alle, alle immer wieder Fehler,
wenn wir nicht brav sind,
wie 'n schwarzes Schaf sind.
Und dass selbst ein Oberhirt
dann zum schwarzen Schaf mal wird,
ist ganz normal
auch bei 'nem großen Kardinal.

Wir machen alle, alle immer wieder Fehler,
das wird 's im Leben
halt immer geben.
Doch dann holt der Gute Hirt
heim jeden, der sich verirrt,
und allzumal
sind wir vereint im Himmelsaal.

8. Verkündigung: Von der Freude, in der Ökumene zu leben

EP

Wo Menschen sind, da menschelt 's auch,
das wird es immer geben.
Nicht immer weht des Geistes Hauch,
so ist 's im Leben eben.

PR

Dass aller Meinung immer gleich,
woll'n wir auch nicht erwarten.
Das Leben wird erst schön und reich
durch viele Eigenarten.

KP

Die Wahrheit hat nie einer ganz,
das will ich gern bekennen.
Als hohes Gut ist Toleranz
deshalb stets zu benennen.

EP

So lasst in der Verschiedenheit
uns hier zusammenscharen
und jetzt und heut' und allezeit
die Einheit fest bewahren.

So mahnte in der Bibel schon
einst Paulus seine Lieben
und hat es ernst, doch nett im Ton,
den Ephesern geschrieben:

KP

Aus dem Epheserbrief (Eph 4,2-4)

Seid demütig, friedfertig und geduldig. Ertragt einander in Liebe und bemüht euch, die Einheit des Geistes zu wahren durch den Frieden, der euch zusammenhält. Es ist euch durch eure Berufung eine gemeinsame Hoffnung gegeben.

8. Responsorium: Lied von der Liebe zu Philippus und Jakobus
Mel. "Gell du hast mich gelle gern"

Gemeinde und "Närrische Schola":

Gell, du hast Philippus gern
und Jakobus aach.
Denn die Ökumene liegt
hier bei uns nie brach.
Und wenn Mainz mal Böses will,
dann gilt sicherlich:
Ja wir lassen uns, ja wir lassen uns,
jetzt erst recht niemals im Sich.
Ja, wir lassen uns, ja wir lassen uns,
jetzt erst recht niemals im Stich. (2x)

Schlusslied
Mel. "Heile, heile Gänsje"

KP

Es geht bei allen Menschen und in jedem Lebenslauf
halt immer wieder mal bergab und wieder mal bergauf.
Doch wenn du fest im Glauben stehst, dann hast du immer Kraft,
und dankbar sagst du dann von Mal zu Mal: Es ist geschafft.
Wenn so viel Gutes dir geschieht,
dann singst du dieses alte Lied:

Heile, Menschenskinder,
es wird bald wieder gut.
Auch ich als armer Sünder
verliere nie den Mut.
Denk' immer d'ran: Gut Ding braucht Weil,
am Ende, da wird alles heil.

Gemeinde und "Närrische Schola" wiederholen":

Heile, Menschenskinder ...

Einladung zur Weinprobe (nach dem Segen)

EP

Für uns hat Gott die Welt gemacht,
damit wir uns erfreuen.
Genieß' das Leben mit Bedacht,
du brauchst dich nicht zu scheuen.

PR

Es wächst das Korn, es wächst der Wein,
die Ähre und die Traube,
stimmt fröhlich in ein Danklied ein,
das ist der wahre Glaube.

EP

Was uns zur Lust und Wonne reift
an Reben und an Halmen,
das wird, wohl dem, der es begreift,
gelobt schon in den Psalmen:

Aus Psalm 104

Lobe den Herrn, meine Seele!
Du lässt die Quellen hervorsprudeln in den Tälern,
sie eilen zwischen den Bergen dahin.
An den Ufern wohnen die Vögel des Himmels,
aus den Zweigen erklingt ihr Gesang.
Du lässt Gras wachsen für das Vieh
und Pflanzen für den Menschen, die er anbaut,
damit er Brot gewinnt von der Erde
und Wein, der das Herz des Menschen erfreut.

PR

Hinzugefügt sei hier noch, meine Lieben,
was Paulus dem Timotheus geschrieben:

Trink nicht nur Wasser, sondern nimm auch etwas Wein, mit Rücksicht auf deinen Magen und deine häufigen Krankheiten. (1Tim 5,23)

Responsorium: Lied vom goldenen Wein
Mel. "Hier am Rhein geht die Sonne nicht unter"

Gemeinde und "Närrische Schola":

Ja, für uns geht die Sonne nie unter.
Trink den Wein stets mit Ziel und mit Maß!
Lacht die Sonne auf uns mal nicht runter,
lacht sie golden uns an aus jedem Glas.
Lacht die Sonne auf uns mal nicht runter,
lacht sie golden uns an aus jedem Glas.

Solist:

Ich lese so gerne bei Paulus,
weil mir das sehr behagt,
und wär'er noch immer der Saulus,
dann hätt' er 's nicht gesagt:
Trink bitte nicht immer nur Wasser,
denn das ist nicht gesund,
das macht dich immer blasser,
trink' Wein, dann singt dein Mund:

Gemeinde und "Närrische Schola":

Ja, für uns geht die Sonne ...

Solist:

Ich lese so gern in den Psalmen,
weil es mich Weisheit lehrt.
Wenn anderen die Köpfe qualmen,
dann find ich das verkehrt.
Der Wein streichelt nicht nur den Gaumen,
der Wein erfreut das Herz,
So halt' ich hoch den Daumen
und streck' ihn himmelwärts.

Gemeinde und "Närrische Schola":

Ja, für uns geht die Sonne ...

 

Copyright: Pfarrer Harald Seredzun 27.02.2014

 

 

 

 

 

 

 


 



 

Kath. Kirchengemeinde St. Jakobus